Wenn das nur nicht alles so an die USA erinnern würde: Ein krawalliger, populistischer Spitzenpolitiker, der sich vor Gericht wegen sehr konkreter Taten verantworten muss und dem eine langjährige Haftstrafe droht. Anhänger, die während der Verhandlung draußen auf der Straße seinen Namen skandieren, um Druck aufzubauen. Aber es geht hier nicht um Donald Trump, sondern um Matteo Salvini, den Vize-Regierungschef von Italien, dem sein früheres brachiales Vorgehen als Innenminister gegen private Seenotretter zum Verhängnis werden könnte.
MeinungItalienDieses Urteil zerschlägt einen Pfeiler von Giorgia Melonis Flüchtlingspolitik

Kommentar von Marc Beise
Lesezeit: 2 Min.

Auf dem EU-Gipfel noch stand die Ministerpräsidenten fast wie eine Vordenkerin einer neuen Migrationspolitik da. Doch nun untersagt ihr ein Gericht in Rom, Asylverfahren in Albanien abzuwickeln. Was für eine Blamage.
