Menschen wurden durch die Bomben aus ihrem Leben in die Luft geschleudert, und landeten als Leichen auf der Straße. Die israelische Armee schickte ihre Raketen auf die Teilnehmer einer Beerdigung, auf eine Bäckerei, auf Moscheen und Apotheken, ein 15-stöckiges Wohnhaus wurde plattgemacht. Es war ein Blutbad, so beschreiben Zeugen die israelischen Angriffe auf Beirut und weitere Regionen in Libanon am Mittwoch. In den Tagen zuvor hatte die Regierung von Benjamin Netanjahu schon angekündigt, „das erfolgreiche Modell Gaza“ auf Libanon ausweiten zu wollen. In Gaza nannte man alles „Hamas“ und rechtfertigte damit jeden Schuss, jetzt trifft es Libanon, jetzt ist dort alles „Hisbollah“. Selbst christliche Pfarrer und Politiker, die Gegner der proiranischen Miliz sind, werden von Israel getötet.
MeinungNahostWas Israel in Libanon anrichtet, ist grausam und kalkuliert

Kommentar von Bernd Dörries
Lesezeit: 2 Min.

Immer wieder haben es israelische Regierungschefs geschafft, Kriege kurz zu halten. Nicht Benjamin Netanjahu. Der greift Libanon an – und gefährdet damit die ganze Waffenruhe.
