MeinungNahostWas Israel in Libanon anrichtet, ist grausam und kalkuliert

Portrait undefined Bernd Dörries

Kommentar von Bernd Dörries

Lesezeit: 2 Min.

In Beirut wurden durch israelische Angriffe zahlreiche Wohnhäuser zerstört.
In Beirut wurden durch israelische Angriffe zahlreiche Wohnhäuser zerstört. Hassan Ammar/AP

Immer wieder haben es israelische Regierungschefs geschafft, Kriege kurz zu halten. Nicht Benjamin Netanjahu. Der greift Libanon an – und gefährdet damit die ganze Waffenruhe.

Menschen wurden durch die Bomben aus ihrem Leben in die Luft geschleudert, und landeten als Leichen auf der Straße. Die israelische Armee schickte ihre Raketen auf die Teilnehmer einer Beerdigung, auf eine Bäckerei, auf Moscheen und Apotheken, ein 15-stöckiges Wohnhaus wurde plattgemacht. Es war ein Blutbad, so beschreiben Zeugen die israelischen Angriffe auf Beirut und weitere Regionen in Libanon am Mittwoch. In den Tagen zuvor hatte die Regierung von Benjamin Netanjahu schon angekündigt, „das erfolgreiche Modell Gaza“ auf Libanon ausweiten zu wollen. In Gaza nannte man alles „Hamas“ und rechtfertigte damit jeden Schuss, jetzt trifft es Libanon, jetzt ist dort alles „Hisbollah“. Selbst christliche Pfarrer und Politiker, die Gegner der proiranischen Miliz sind, werden von Israel getötet.

Zur SZ-Startseite

Krieg in Nahost
:„Gaza-Modell“: Israel legt Südlibanon in Schutt und Asche

Die israelische Armee vertreibt Hunderttausende, bombardiert Krankenhäuser und walzt ganze Dörfer platt. Was will Israel im Nachbarland erreichen?

SZ PlusVon Bernd Dörries

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: