Gaza-Krieg:Die Menschen sind ihnen anscheinend egal

Gaza-Krieg: Mehr haben sie nicht: eine palästinensische Familie in Rafah.

Mehr haben sie nicht: eine palästinensische Familie in Rafah.

(Foto: MOHAMMED SALEM/REUTERS)

Israel und die Hamas hätten es in Rafah beide in der Hand, den Tod von Zivilisten zu vermeiden. Aber sie ignorieren das Völkerrecht und dessen Regeln, wie sich Armeen im Krieg zu verhalten haben.

Kommentar von Ronen Steinke

Es versteht sich von selbst, dass das israelische Militär es in der Hand hätte, sofort den Beschuss von Zielen im Gazastreifen zu beenden. Das heißt: sofort zu bewirken, dass weniger Menschen sterben. Es ist offensichtlich, man hört es derzeit überall, kürzlich vom EU-Außenbeauftragten, Josep Borrell, zuletzt auch vom niederländischen "Gerechtshof", dem Berufungsgericht des Landes in Den Haag. Das verfügte sogar einen Ausfuhrstopp für Teile von F-35-Kampfjets nach Israel. Weil man befürchten müsse, dass Israel damit Kriegsverbrechen begehen würde: eine unterschiedslose Attacke auf Zivilistinnen und Zivilisten, die nirgendwohin mehr fliehen können.

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