MeinungFolterskandalIsraels Normen und Werte sind ins Rutschen geraten

Kommentar von Kristiana Ludwig

Lesezeit: 1 Min.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht das geleakte Video über mutmaßliche Folterungen als Imageschaden.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht das geleakte Video über mutmaßliche Folterungen als Imageschaden. Ronen Zvulun/REUTERS

Die Medien debattieren über ein Video aus einem Gefängnis. Dabei geht es jedoch weniger um die mutmaßliche Misshandlung eines Palästinensers als um das Ansehen des Landes.

In Israel sind die Medien nun seit einigen Tagen mit einem Fall beschäftigt, den man aus der Ferne betrachtet einen Folterskandal nennen könnte. Es geht um die mutmaßliche sexuelle Misshandlung eines Palästinensers, dokumentiert auf einem Überwachungsvideo, das offenbar aus der Militärstaatsanwaltschaft an die Medien gespielt wurde – vor mehr als einem Jahr. Folter in Gefängnissen ist ein Phänomen, das Berichten vieler Menschenrechtsorganisationen zufolge nicht nur vom israelischen Staat geduldet wird. Von dem zuständigen Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, wird die Gewalt geradezu befördert – durch radikale Aussagen und eine Rhetorik der drastischen Abwertung von Palästinenserinnen und Palästinensern.

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