Islamkonferenz:Zu viel der Theorie, zu wenig Leben

Islamkonferenz: Seite an Seite - auch inhaltlich - bei der Islamkonferenz: der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff und Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Seite an Seite - auch inhaltlich - bei der Islamkonferenz: der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff und Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Das Treffen war gut gemeint und brachte tatsächlich verschiedene Religions- und Kulturvereine an einen Tisch. Etwas Entscheidendes jedoch fehlte.

Kommentar von Constanze von Bullion

An Harmonie hat es nicht gefehlt bei der Deutschen Islamkonferenz in Berlin. Zwei Tage lang haben Religions- und Kulturvereine mit Politik und Wissenschaft in formvollendeter Höflichkeit über Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit gesprochen. Der Terror gegen Israel und der Krieg in Gaza befeuern alte und neue Judenfeindlichkeit in Deutschland, aber eben auch die Verachtung gegenüber muslimischen Menschen. Wer immer schon der Meinung war, Juden seien Unheilstifter und Muslime zu Gewalt geneigt - die Ereignisse im Nahen Osten und manche Kundgebung auf Deutschlands Straßen befeuern solche Pauschalurteile.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusIslamkonferenz
:Faeser fordert lautere Stimmen gegen den Extremismus

Die Bundesinnenministerin erwartet von Deutschlands Muslimen stärkere Bekenntnisse gegen Antisemitismus - die aber fühlen sich selbst diskriminiert.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: