Anders als sein Vater will er nicht vom Pfauenthron aus regieren: Reza Pahlavi. (Foto: Thomas Padilla/AP/dpa)
Ein persischer Schah eroberte das Prunkstück im Jahr 1739. Seitdem ranken sich Mythen darum. Der Thron, von dem Reza Pahlavis Vater gestürzt wurde, war dennoch ein anderer.
Der Pfauenthron hat schon immer die Fantasie beflügelt. Deutsche Boulevardblätter huldigten dem iranischen Schah Mohammad Reza Pahlavi und seiner Frau Soraya – auch weil sie eine deutsche Mutter hatte. Doch in der Heimat war das Regime des Schahs von Korruption und Prunk zersetzt. Das Märchen von „Tausendundeiner Nacht“ war eben: nur ein Märchen. Der Schah beendete die Ehe mit Soraya, weil sie keine Kinder bekommen konnte. Im Zuge der Islamischen Revolution 1979 musste er das Land verlassen. 47 Jahre später müssen nun die Mullahs um ihre Macht fürchten. Reza Pahlavi, der Sohn des Schahs, ruft aus dem Exil zum Sturz des Regimes auf. Die Massen demonstrieren gegen die Führung, Ausgang ungewiss. Anders als sein Vater will Pahlavi aber nicht vom Pfauenthron aus regieren, falls er aus dem Exil zurückkehren dürfte. Er wolle einen Übergang mitgestalten zu „einer demokratischen Zukunft für alle Iraner“, sagt er. Den Original-Pfauenthron hat ein persischer Schah im Jahr 1739 bei einem Beutezug in Indien erobert. Er ging dann verloren, seitdem rankten sich viele Mythen um ihn. Auf ihm befanden sich der historischen Überlieferung nach zwei mit Juwelen verzierte Pfauen. In Persien entstand ein neuer Thron – mit einer Sonnenscheibe am Kopfende.