In Afghanistan haben 20 Jahre Krieg und Zehntausende Tote dazu geführt, dass nach den Taliban am Ende wieder die Taliban an die Macht kamen. Im Irak haben acht Jahre Krieg die Diktatur von Saddam Hussein gestürzt, und zur Geburt des „Islamischen Staates“ geführt. Das Land geriet unter die Kontrolle islamistischer Milizen, fast alles ist schlimmer als zuvor. In Libyen brachten die Nato-Luftangriffe auf die Truppen von Muammar al-Gaddafi jahrelanges Chaos, Leid und ein gespaltenes Land, das nun nicht von einem Diktator regiert wird, sondern von vielen kleineren. Und nun in Iran? Ging es zumindest schneller. Die Angriffe von Israel und den USA haben dazu geführt, dass innerhalb von zehn Tagen ein Chamenei den anderen Chamenei abgelöst hat.
MeinungIranDieser Krieg wird den gewünschten Erfolg kaum haben

Kommentar von Bernd Dörries
Lesezeit: 3 Min.

Ach, wie schön wäre es, ließe sich das Regime in Teheran einfach wegbomben, und danach wäre alles gut. So aber wird es nicht kommen, wie die Geschichte der Interventionen in Nahost lehrt.

USA:Nur eines ist bei Trumps Iran-Feldzug gewiss: Das Benzin wird teurer
Trump verwirrt wie gewohnt mit widersprüchlichen Aussagen: Erst erklärt er den Krieg gegen Iran für fast beendet, dann hat er „noch nicht genug erreicht“. Der hohe Ölpreis könnte den Republikanern gefährlich werden.
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