Schon seit vielen Jahren wenden sich Klimaschützer an die Gerichte, um dort für ihre Ziele zu streiten – und mussten sich dabei eine wiederkehrende Kritik anhören: Den Klimawandel müsse die Politik mit ihren Instrumenten aufhalten, das sei doch kein Thema für die Justiz. Der Einwand war schon immer falsch. Der Klimawandel ist menschengemacht, und er richtet Schaden an – Eigentum, Gesundheit, sogar das Leben von Menschen steht auf dem Spiel. Es gibt also Verantwortliche und Geschädigte, Verursacher und Leidtragende. Das sind exakt die Konflikte, mit denen sich Gerichte seit jeher befassen.
MeinungWeltgemeinschaftDiese Entscheidung ist wie Treibstoff für Klimaklagen

Kommentar von Wolfgang Janisch
Lesezeit: 2 Min.

Diese Entscheidung hilft ihm: Ralph Regenvanu, Vanuatus Minister für Klimawandel, spricht am Mittwoch vor dem Gerichtshof in Den Haag.
Peter Dejong/AP/dpaSind all die vielen Abkommen der Staaten, gegen die Erderhitzung vorzugehen, weiche Empfehlungen oder harte Pflichten? Der Internationale Gerichtshof entscheidet: Sie sind harte Pflichten.
