MeinungInfrastruktur:Deutschland muss sich auf Putins hybride Kriegsführung einstellen

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Kommentar von Paul-Anton Krüger

Lesezeit: 2 Min.

Hier in Lubmin kam bis vor Kurzem das Gas aus der Pipeline Nord Stream 1 an.
Hier in Lubmin kam bis vor Kurzem das Gas aus der Pipeline Nord Stream 1 an. (Foto: Markus Schreiber/AP)

Zu lange hat das Land Angriffe für "kaum denkbar" gehalten. Das ist sträflich naiv. Es ist höchste Zeit für eine effiziente Gefahrenabwehr.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat mit Blick auf die gesprengten Nord-Stream-Pipelines einen bemerkenswerten Satz gesagt: "Wir müssen uns auf Szenarien einstellen, die bis vor Kurzem kaum denkbar waren." Nun ja. Vor dem, was sich offenkundig vor Bornholm abgespielt hat, warnten schon 2007 schwedische Verteidigungsexperten in einem öffentlichen Bericht - Jahre vor dem Bau der verhängnisvollen Gasleitung. Sie stuften das Projekt als Sicherheitsrisiko für Europa ein, anfällig für Sabotage durch Russland. Es reiche die "Vorstellungskraft eines Zehnjährigen", sich auszumalen, dass Moskau sie demolieren könne, um einen Vorwand zu schaffen, seine Flotte in die Ostsee zu schicken, sagte einer der Autoren der Zeitung Daghens Nyheter.

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