Indien:Ein Vollstrecker kann weitermachen

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Immer der Größte sein: Anhänger von Narendra Modi mit einem überlebensgroßen Plakat ihres Anführers am Dienstag in Delhi. (Foto: AFP)

Premier Narendra Modi geht aus der Wahl in der größten Demokratie der Welt noch einmal als Sieger hervor – weil er das Land so umgebaut hat, dass eine Niederlage kaum mehr möglich war.

Kommentar von David Pfeifer

Warum einen die indischen Wahlen in Deutschland etwas angehen? Weil es die größte Demokratie der Welt ist – etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Außerdem ist Indien in zehn Jahren unter dem Premierminister Narendra Modi zum Sprecher des globalen Südens geworden, zum Gegengewicht zu China, zum Verhandlungspartner mit Russland. Das Wirtschaftswachstum des Landes ist beeindruckend, Deutschland steht zwar im Ranking der führenden Wirtschaftsmächte noch zwei Plätze davor, auf Platz drei. Aber das wird sich in den kommenden Jahren ändern. Indien boomt. Hoch qualifizierte Inderinnen und Inder sind heute schon die erfolgreichste, weil einkommensstärkste Migrantengruppe in Deutschland, sie ersetzen die Ingenieure, Programmierer und Krankenpfleger, die dem Land derzeit auszugehen drohen.

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Von David Pfeifer

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