Demokratiebewegung:Armes Hongkong

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Wehe dem, der gegen Peking aufbegehrt: Aktivist Lawrence Lau vor dem Urteilsspruch gegen die "Hongkong 47". (Foto: Tyrone Siu/Reuters)

Das Urteil gegen 14 Aktivisten bringt die einst starke Zivilgesellschaft zum Schweigen. Den Menschen in dieser besonderen Stadt bleiben nur zwei Möglichkeiten.

Kommentar von Florian Müller

Es war das wohl wichtigste Gerichtsurteil der vergangenen Jahre in Hongkong: 14 Demokratieaktivisten sind schuldig gesprochen worden, weil sie es gewagt hatten, gegen Pekings Kontrolle über die chinesische Sonderverwaltungszone aufzubegehren. 31 weitere haben sich bereits selbst schuldig bekannt, zwei wurden vorerst freigesprochen. Es drohen ihnen langjährige Haftstrafen, und das, obwohl die meisten ohnehin schon seit mehr als drei Jahren in Untersuchungshaft sitzen. Die "Hongkong 47" sind erfahrene Politiker, Gewerkschafter, Journalisten und junge Aktivisten - die ganze Bandbreite der einst starken Zivilgesellschaft in der Metropole. Sie wurden mit diesem Urteil einer politisch gesteuerten Justiz zum Schweigen gebracht.

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