Coronavirus:Raus aus dem Home-Office

Working at home office with laptop smartphone and digital tablet model released Symbolfoto PUBLICAT

Ist das hier eine Gefahr für die Wirtschaft?

(Foto: imago/Westend61)

Arbeiten daheim? Reicht langsam, meint der Spitzenverband der Industrie. Und meldet sich mit einer Forderung zur Unzeit.

Kommentar von Henrike Roßbach

Der Industrieverband BDI macht sich Sorgen, ach was: große Sorgen. Und zwar um die Firmen, die ihren Mitarbeitern Corona-Tests und Home-Office anbieten müssen; um die Geschäftsreisenden - und offenbar auch um die eigene Bedeutung. Denn anders als mit dem Wunsch, sich auch mal wieder zu Wort zu melden, ist die Forderung des Spitzenverbands der Industrie schwer zu erklären, die Corona-Schutzmaßnahmen in den Betrieben zurückzunehmen.

Zum einen ist die Test- und Home-Office-Pflicht ohnehin bis Ende Juni befristet; das wird die deutsche Wirtschaft vielleicht gerade noch abwarten können. Zum anderen ist die Pandemie nun mal nicht vorbei, nur weil inzwischen ein ansehnlicher Teil der Bevölkerung zumindest ein erstes Mal geimpft und die Biergärten voll sind.

Tests werden noch über Monate hinweg ein wichtiges und sinnvolles Hilfsmittel sein, gerade in der Reisesaison. Und auch beim Arbeiten von zu Hause aus sollte inzwischen noch der letzte Personalchef gemerkt haben, dass die Störungen im Betriebsablauf dadurch gar nicht so groß sind wie früher immer befürchtet.

Tatsache ist zudem: In einem Land, in dem etwa eine Berliner Bildungssenatorin ausbleibende Öffnungsschritte in den Schulen den Eltern gegenüber damit begründet, man wolle Öffnungen in anderen Bereichen des Lebens nicht gefährden, müssen Wirtschaftsverbände eher keine Angst haben, zu kurz zu kommen.

© SZ/usc
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