Home-Office-Pauschale:Ein erster Schritt

Die Beschäftigten müssen für ihre Heimarbeit dauerhaft entlastet werden. Offen bleibt zudem: Warum zahlt der Staat, nicht die Wirtschaft?

Von Sibylle Haas

Die von der Koalition geplante Home-Office-Pauschale kann nur der Anfang für die steuerliche Entlastung von Beschäftigten sein. Denn die Pandemie hat das Arbeiten gravierend verändert, und das wird auch nach der Corona-Krise in vielen Firmen so bleiben. Künftig werden Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zeitweise daheim arbeiten und in Kauf nehmen müssen, dass ihre Kosten für Strom, Heizung, Wasser steigen. Deshalb darf die Home-Office-Pauschale nicht auf das Jahr 2020 beschränkt werden, sondern muss auch in den Folgejahren gelten.

Es ist generell an der Zeit, die steuerlichen Regelungen zu überarbeiten. Bislang werden diejenigen begünstigt, die ein separates Arbeitszimmer in ihrer Wohnung haben. Wer im Wohnzimmer oder in der Küche arbeitet, kann auch kein Arbeitszimmer steuerlich geltend machen. Die Home-Office-Pauschale macht mit dieser Ungleichbehandlung Schluss. Das ist ein erster Schritt.

Es bleibt zudem die Frage, warum nicht die Unternehmen an den Kosten der Heimarbeit beteiligt werden, sondern der Staat einspringt, dem durch die Pauschale Steuereinnahmen entgehen. Immerhin sparen die Firmen nicht nur Kosten für Strom, Heizung und Wasser, sondern in vielen Fällen auch Kosten für teure Büros.

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