Kolumne:Die Zukunft als Drohwort

Kolumne: Er will ein anderes Land: Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen.

Er will ein anderes Land: Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen.

(Foto: Bodo Schackow/picture alliance/dpa)

Demokratie ist mehr als ein Gang zur Wahlurne. Sie ist eine Wertegemeinschaft. Darum ist die AfD keine demokratische Partei.

Kommentar von Heribert Prantl

Es gibt Leute, die halten die Demokratie für eine Kiste - neunzig Zentimeter hoch und 35 Zentimeter breit. Oben hat die Demokratie einen Deckel mit Schlitz. So ist das in der Bundeswahlordnung geregelt, Paragraf 51 Absatz 2. Alle paar Jahre kommen dann viele Leute zu dieser Kiste. Die Kiste heißt "Urne", also genauso wie das Gefäß, in dem die Asche von Verstorbenen aufbewahrt wird. Wahlurne - das ist eigentlich ein merkwürdiger Name, denn die Demokratie wird ja an diesen Wahltagen nicht verbrannt und beerdigt. Im Gegenteil: Sie wird geboren, immer wieder neu, alle paar Jahre. Wahltage sind sozusagen die Geburtstage der Demokratie.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusPrantls Blick
:Organ der Rechtspflege

Vom Leben und Tod des SZ-Gerichtsreporters Erwin Tochtermann: Die Tat, der Täter und der Zweifel.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: