MeinungGeschichteWir sollten heute stolz sein auf die Bauern, die 1525 "Freiheyth!" riefen und sich erhoben

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Kolumne von Heribert Prantl

Lesezeit: 4 Min.

Vordenker der deutschen Freiheit: Bauernkriegsführer Thomas Müntzer vor der Schlacht von Frankenhausen 1525, mit der die Erhebung blutig endete.
Vordenker der deutschen Freiheit: Bauernkriegsführer Thomas Müntzer vor der Schlacht von Frankenhausen 1525, mit der die Erhebung blutig endete.
Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo

Nach 500 Jahren ist es Zeit, dem Bauernmanifest von damals den gebührenden Rang in der Geschichte der deutschen Demokratie einzuräumen.

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Die Demokratie hat viele Beinamen, die sie näher beschreiben: Sie heißt liberale Demokratie, sie heißt repräsentative Demokratie, sie heißt wehrhafte, rechtsstaatliche oder konstitutionelle Demokratie. Die deutsche Demokratie ist das alles auch. Vor allem aber ist die deutsche Demokratie eine schüchterne und nüchterne Demokratie. Sie traut sich nicht, stolz zu sein auf das, was sie kann, und auf das, was sie ist. Und vor allem traut sie sich nicht, stolz zu sein darauf, woher sie kommt, und darauf, wie hart und wie bitter sie erkämpft wurde.

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