MeinungBücherDie deutsche Literaturlandschaft könnte zum Provinznest schrumpfen

Kommentar von Felix Stephan

Lesezeit: 2 Min.

Der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah gehört zu den Schriftstellern, dessen Werke bis vor Kurzem kaum ins Deutsche übersetzt waren.
Der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah gehört zu den Schriftstellern, dessen Werke bis vor Kurzem kaum ins Deutsche übersetzt waren. (Foto: Robert Haas/Robert Haas)

Deutschland hat ein staatlich gefördertes Übersetzerwesen, das weltweit seinesgleichen sucht. Im Bundeshaushalt ist der Posten mikroskopisch. Trotzdem soll jetzt ausgerechnet hier brachial gekürzt werden.

Zu den Tugenden von Geistesmenschen gehört ihre finanzielle Genügsamkeit. Ein Laptop, eine Kantinenkarte und eine Bibliotheksmitgliedschaft können für ein ganzes Buchprojekt oft schon reichen. Als der Soziologe Niklas Luhmann Ende der Sechzigerjahre in Bielefeld seine Arbeit aufnahm, beschrieb er den Förderbedarf seines Forschungsprojektes einmal so: „Thema: Theorie der Gesellschaft; Laufzeit: 30 Jahre; Kosten: keine.“ Den Zeitplan hat er eingehalten, drei Jahrzehnte später legte er seine „Systemtheorie der Gesellschaft“ vor.

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