Die Hausfrau hat allen Grund, unzufrieden zu sein. Punkt eins: Ihre Aufgaben – die Pflege einer Wohnung, die Betreuung von Kindern oder älteren Menschen sowie das Heranschaffen und Zubereiten von Nahrung – werden in der Gesellschaft oft gering geschätzt. Punkt zwei: Da sie ihre Tätigkeit ja im Privaten ausübt und weitgehend nur dort ihre Fähigkeiten zeigen kann, werden der Hausfrau gerne eine schwach ausgeprägte Intelligenz wie auch ein geringes Wissen über das wirklich Wesentliche in dieser Welt attestiert. Punkt drei: All diese Zuschreibungen sind eigentlich von vorgestern, doch sie leben fröhlich weiter im Heute. Ein schönes Beispiel lieferte dieser Tage Rheinmetall-Chef Armin Papperger, als er ukrainische Drohnen als die Arbeit von „Hausfrauen“ bezeichnete. Muss man eigens erwähnen, dass er sich damit keinen Gefallen tat? Weil er damit grundsätzlich alle Frauen gegen sich aufbringt, nicht nur die, welche Arbeit zu Hause leisten – sondern womöglich auch die Frauen in seinem persönlichen Umfeld. Und vor allem deshalb, weil Hausfrauen offenbar taugliche Drohnen bauen können; was die Bedeutung seines Unternehmens empfindlich schmälern könnte, das gerade an einer Abfangdrohne arbeitet. Was wiederum die Hausfrauen sehr zufrieden stimmen könnte.
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Frauen, die ausschließlich mit Putzen, Kochen und Betreuung daheim beschäftigt sind und deshalb oft gering geschätzt werden. Offenbar auch von Rheinmetall-Chef Armin Papperger.
Von Johanna Pfund