MeinungInfektionskrankheitenDas Hantavirus ist gefährlich. Aber noch gefährlicher ist etwas anderes

Kommentar von Berit Uhlmann

Lesezeit: 1 Min.

Das Virus im Visier: die  Hondius  im Hafen von Granadilla de Abona, Teneriffa.
Das Virus im Visier: die Hondius im Hafen von Granadilla de Abona, Teneriffa. Pedro Nunes/Reuters

Angst vor dem Siegeszug einer neuen Seuche? Dann nicht auf diesen einzelnen Erreger schauen, sondern darauf, wie die Welt bei der globalen Vorsorge versagt.

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Da ist es wieder: das konkrete Schicksal, das die Vorstellungskraft auf Touren bringt, das Herz anrührt und so viel greifbarer ist als all die abstrakten Gefahren dieser Welt. Kommt darin auch noch ein Schiff vor mit einer exotischen und oft tödlichen Virusvariante an Bord, ist diesem Schicksal die Aufmerksamkeit gewiss. Und damit zum Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius. Es ist nachvollziehbar, dass der Fall die Menschen beschäftigt. Nur blendet die Fokussierung auf das Einzelschicksal das große Bild aus. Und dieses Bild gibt sehr viel mehr Grund zur Sorge als die konkreten Vorgänge auf der Hondius. Es zeigt eine Welt, die noch immer erschreckend schlecht auf große Epidemien oder gar Pandemien vorbereitet ist.

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Hantavirus auf der „Hondius“
:Vom Schiff in die Quarantäne

Die Passagiere haben das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ auf Teneriffa unter Sicherheitsvorkehrungen verlassen, ebenso ein deutsches Mitglied der Crew.

SZ PlusVon Patrick Illinger und Felix Hütten

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