Zugegeben, die Gewerkschaft Verdi hatte eine gute Idee. Ein Streik im Handel an diesem Donnerstag und Samstag kurz vor Weihnachten verspricht Aufmerksamkeit - weil die Menschen sich fragen, ob sie, wie jedes Jahr, die Zutaten für das Festessen und die letzten Geschenke noch auf die Schnelle werden einkaufen können. Mancher Kunde mag dann noch kurz innehalten und die Bedingungen hinterfragen, unter denen die Verkäufer und Verkäuferinnen arbeiten: Sie verdienen meist zwischen zwölf und 17 Euro brutto die Stunde, sie sind oft nur befristet und in Teilzeit beschäftigt, im Alter droht vielen Armut. Ihr Streik für einen um 2,50 Euro höheren Stundenlohn ist also allemal nachvollziehbar - und doch steht es zu befürchten, dass dieser nicht viel ändern wird.
MeinungEinzelhandelStell dir vor, es ist Streik ...

Kommentar von Benedikt Peters
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Verkäuferinnen und Verkäufer haben deutlich mehr Geld verdient. Nur bekommen werden sie es nicht. Da wird ihnen auch ihr Ausstand kurz vor Weihnachten nicht weiterhelfen.
