Naher Osten:Es wird immer schwieriger, westliche Werte zu vermitteln

Naher Osten: Flucht aus dem umkämpften Norden: Palästinenser am Rand von Gaza, wo bis zur Feuerpause schwere Kämpfe tobten.

Flucht aus dem umkämpften Norden: Palästinenser am Rand von Gaza, wo bis zur Feuerpause schwere Kämpfe tobten.

(Foto: MAHMUD HAMS/AFP)

Natürlich hat Israel ein Recht, sich gegen den Hamas-Terror zu verteidigen. Doch die vielen zivilen Opfer in Gaza empören die muslimische Welt zutiefst, und Europa und die USA sind dabei, einen großen Fehler zu machen.

Kommentar von Bernd Dörries

Am Freitag wurde für den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez eine kleine Bühne aufgebaut, vor dem Grenzübergang Rafah, dem einzig noch geöffneten zum Gazastreifen, durch den gerade die Geiseln der Terrororganisation Hamas in die Freiheit kommen. Und umgekehrt Hilfe in den zerstörten Küstenstreifen. "Die wahllose Tötung von Zivilisten, darunter Tausende Jungs und Mädchen, ist völlig inakzeptabel", sagte Sánchez. Seine Bühne vor dem Grenzübergang war recht klein gebaut, die Botschaft sollte aber eigentlich die ganze Welt hören. Es waren erstaunliche Worte, die in Europa aber kaum wahrgenommen wurden, obwohl Spanien derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Es gab keine Diskussion, höchstens ein paar irritierte Berichte über die israelische Reaktion, die Sánchez "lügnerische Behauptungen" vorwarf.

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