Gaza-Krieg:Wer sonst könnte denn das Töten stoppen

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In Wahrheit eine Art Handlanger der Hamas: Benjamin Netanjahu, Israels Premier. (Foto: Ohad Zwigenberg/dpa)

Die Haftbefehlsanträge gegen Netanjahu und seinen Verteidigungsminister sind ein Akt der humanitären Intervention. Wir erleben eine Bewährungsprobe des Völkerrechts.

Kolumne von Heribert Prantl

Der Staat Israel verdankt seine Existenz der internationalen Moralität. Wenn dieser Staat Israel bei der Reaktion auf den Terror der Hamas jedes Maß verliert, verliert er das Fundament, auf dem er sich gründet. Das gehörte zum Kalkül der antisemitisch-islamistischen Terrororganisation Hamas, als sie am 7. Oktober 2023 mit hemmungsloser und sorgfältig berechneter Grausamkeit in Israel einfiel. Die Täter haben tausendfach gemordet und vergewaltigt, sie haben hundertfach entführt, Junge und Alte; sie haben ihre Gräueltaten mit Bodycams und Helmkameras gefilmt; und die Täter hinter den Tätern haben diese Filme ins Netz gestellt und damit die Familien der Opfer sadistisch gequält. Sie wollten nicht nur Terror verbreiten; sie wollten ihren Hass auf alles Jüdische und auf die westliche Lebensart ins Schaufenster stellen.

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