Atomkraft:Es wird wehtun

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Atomkraft: Habecks Beschluss, zwei AKWs in Reserve zu halten und eines abzuschalten, legt in erster Linie das Dilemma offen, in dem er steckt.

Habecks Beschluss, zwei AKWs in Reserve zu halten und eines abzuschalten, legt in erster Linie das Dilemma offen, in dem er steckt.

(Foto: Imago/Chris Emil Janssen/Imago/Chris Emil Janßen)

Bis jetzt ist die Koalition in der Energiekrise um das heikelste Thema herumgetänzelt. Wirtschaftsminister Habeck versucht es nun mit einem Kompromiss. Der aber bietet ihm kaum einen Ausweg aus dem größten Dilemma seiner Amtszeit.

Kommentar von Stefan Braun

Es hat in der Geschichte der Bundesrepublik noch keine Koalition gegeben, deren Anfangsideen dermaßen schnell von einer neuen Realität überspült wurden. Bundeskanzler Olaf Scholz nutzte den Begriff der Zeitenwende, um der Dimension der Veränderung eine Überschrift zu geben. Gemeint waren zunächst der Angriff Russlands auf die Ukraine und die Neuaufrüstung der Bundeswehr. Sehr bald aber wurde klar, dass sich ähnlich Dramatisches anschließen wird: die Energiekrise. Sie wird alle betreffen und sehr vielen wehtun.

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