MeinungVereinte NationenWas Guterres sagt, ist richtig - und unerhört

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Kommentar von Christian Zaschke

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In wenigen Minuten wird er Israel empören: António Guterres (rechts) vor Beginn der Sitzung, neben Antony Blinken und Annalena Baerbock.
In wenigen Minuten wird er Israel empören: António Guterres (rechts) vor Beginn der Sitzung, neben Antony Blinken und Annalena Baerbock. Seth Wenig/dpa

Der UN-Generalsekretär empört mit einem Satz über die Massaker der Hamas. Wieder einmal zeigt sich, wie kompliziert das Verhältnis der Vereinten Nationen zu Israel ist.

António Guterres zählt zu den erfahrensten Diplomaten des Planeten, es ist daher davon auszugehen, dass er sehr genau wusste, welche Wirkung seine Worte entfalten würden. Es war dem Generalsekretär der Vereinten Nationen offenbar ein Anliegen, im UN-Sicherheitsrat zu sagen, die mörderische Attacke der Terrororganisation Hamas auf israelische Zivilisten sei "nicht in einem Vakuum" geschehen. Das ist einerseits richtig, weil nichts in einem Vakuum geschieht, schon gar nicht im Nahen Osten. Das ist andererseits eine unerhörte Aussage, weil sie zumindest unterschwellig nahelegt, die Israelis könnten selbst daran schuld sein, dass sie von Mördern und Schlächtern überfallen wurden.

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UN-Generalsekretär Guterres betont in New York, die Angriffe der Hamas gegen Israel seien nicht in einem Vakuum passiert und das palästinensische Volk sei "56 Jahre lang einer erdrückenden Besatzung ausgesetzt gewesen". Israel fordert daraufhin seinen Rücktritt.

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