MeinungGrundsicherungSo führt sich der Sozialstaat selbst ad absurdum

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Kommentar von Roland Preuß

Lesezeit: 1 Min.

Das Bürgergeld heißt nun Grundsicherung, was aber bleibt: es zu beantragen, ist unheimlich kompliziert
Das Bürgergeld heißt nun Grundsicherung, was aber bleibt: es zu beantragen, ist unheimlich kompliziert (Foto: Jens Kalaene/dpa)

Die strengeren Regeln gegen überteuerte Wohnungen für Hilfebezieher sind keine schlechte Idee. Was aber, wenn es ähnlich viel Geld kostet, diese durchzusetzen, wie diese einsparen?

Im Grunde herrscht doch Einigkeit, in welche Richtung sich der Sozialstaat verändern muss: Das Sozialsystem muss einfacher werden, übersichtlicher, bürgerfreundlicher. Mehr als 500 verschiedene Sozialleistungen hat das Ifo-Institut kürzlich gezählt. Das muss sich ändern. Bei dem Vorhaben, das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung zu ersetzen, steht nun in einem Punkt das krasse Gegenteil zu erwarten. Die strengeren Regeln gegen teure Wohnungen von Hilfebeziehern und Wuchermieten werden dem Sozialstaat einerseits etwas Geld sparen. Doch das meiste davon dürfte aufgezehrt werden durch den Mehraufwand, der den Jobcentern entsteht. Das ist Sozialstaat absurd.

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SZ PlusVon Julia Schriever (Text) und Johannes Simon (Fotos)

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