Frank-Walter Steinmeier:Eine Feier als Mahnung

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"Überzeugende Antworten" fordert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Staatsakt auf dem Forum zwischen Bundestag und Bundeskanzleramt - bietet sie aber nicht in jedem Punkt. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes spricht der Bundespräsident von den Gefahren für die Demokratie. Doch an entscheidender Stelle bleibt er im Ungefähren.

Kommentar von Nicolas Richter

In seiner Rede zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes hat der Bundespräsident die Deutschen nicht nur daran erinnert, welch wunderbarem Dokument sie seit Jahrzehnten ihre Freiheit verdanken. Er hat die Deutschen auch aufgefordert, sich auf "rauere, härtere Jahre" einzustellen und für ihre Demokratie zu kämpfen. Frank-Walter Steinmeier ist kein begeisternder Redner, und sein Ton war trotz mancher Ausrufezeichen ("Selbstbehauptung, das ist die Aufgabe der Zeit!") eher würdevoll als aufrüttelnd. Zum Jubiläum eines Grundgesetzes, das ruhige Kraft verkörpert, passte dieser Ton allerdings gut; er war feierlich, ohne zu verklären.

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