MeinungEuropawahlAlles gewollt, nichts bekommen

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Kommentar von Vivien Timmler

Lesezeit: 2 Min.

Omid Nouripour und Ricarda Lang verlassen die Bühne, ganz so, als wollten sie einander trösten - oder festhalten.
Omid Nouripour und Ricarda Lang verlassen die Bühne, ganz so, als wollten sie einander trösten - oder festhalten. Christoph Soeder/dpa

Die Grünen werden nur viertstärkste Kraft. Dafür lassen sich viele Gründe finden, von Ampelfrust bis Krisenmüdigkeit. Doch tatsächlich sollte die Partei hier suchen: bei sich selbst.

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Das rüttelt am grünen Selbstverständnis. Eine echte Volkspartei wollten sie werden, in der Mitte ankommen, einen Kanzlerkandidaten stellen. Auf 15 Prozent hatten sie bei dieser Europawahl gehofft, Bundestagswahl-Ergebnis halten, vielleicht sogar übertreffen, „Grün vor Blau“, das war die Devise. Stattdessen: 11,9 Prozent. Deklassiert von der Union, überholt von SPD und AfD. Damit sind die Grünen der Verlierer dieser Europawahl. Die Gründe dafür liegen weit verstreut zwischen Ampelfrust und Krisen-Erschöpfung. Doch sie liegen nicht zuletzt bei den Grünen selbst.

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