Das rüttelt am grünen Selbstverständnis. Eine echte Volkspartei wollten sie werden, in der Mitte ankommen, einen Kanzlerkandidaten stellen. Auf 15 Prozent hatten sie bei dieser Europawahl gehofft, Bundestagswahl-Ergebnis halten, vielleicht sogar übertreffen, „Grün vor Blau“, das war die Devise. Stattdessen: 11,9 Prozent. Deklassiert von der Union, überholt von SPD und AfD. Damit sind die Grünen der Verlierer dieser Europawahl. Die Gründe dafür liegen weit verstreut zwischen Ampelfrust und Krisen-Erschöpfung. Doch sie liegen nicht zuletzt bei den Grünen selbst.
MeinungEuropawahlAlles gewollt, nichts bekommen

Kommentar von Vivien Timmler
Lesezeit: 2 Min.

Die Grünen werden nur viertstärkste Kraft. Dafür lassen sich viele Gründe finden, von Ampelfrust bis Krisenmüdigkeit. Doch tatsächlich sollte die Partei hier suchen: bei sich selbst.
