Triumphal war das Ergebnis, aber die Gewählte sah wie eine Geschlagene aus. Mit 98,5 Prozent der Stimmen hat der Parteitag der Grünen Annalena Baerbock die Kanzlerkandidatur übertragen. Mehr Zuspruch gab es selten in der Partei. Die gefällige Inszenierung aber konnte nicht überdecken, dass die Kandidatin nicht mehr ist, wer sie mal war. Die Grünen haben jetzt in aller Brutalität erfahren, was es bedeutet, die Kanzlerschaft in Deutschland zu beanspruchen. Es ist höchste Zeit, dass die Partei sich professionell wappnet - auch mit Kaltblütigkeit.
MeinungGrüneBaerbock zahlt den Preis für frühen Jubel

Kommentar von Constanze von Bullion
Lesezeit: 3 Min.

Obwohl die Grünen ein ambitioniertes Wahlprogramm auf den Weg gebracht haben, wirkt die Kanzlerkandidatin am Parteitag angeschlagen. Das hat sie sich selbst zuzuschreiben - aber nicht nur.
