Großbritannien:Atemlos durch den Wahlkampf

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TV-Arena der schnellen Worte: Premierminister Rishi Sunak (rechts), Moderatorin Julie Etchingham und der Vorsitzende der Labour-Partei, Sir Keir Starmer. (Foto: dpa)

Einen Schlagabtausch im Fernsehen lieferten sich die Bewerber um das Amt des britischen Premierministers, Rishi Sunak und der Vorsitzende der Labour-Partei, Keir Starmer. Hilfreich war das nicht.

Kommentar von Michael Neudecker

Die erste TV-Debatte zwischen Präsidentschaftskandidaten fand in den USA schon 1960 statt, damals schwitzte Richard Nixon auffallend blass gegen den beschwingt frischen John F. Kennedy, entsprechend ging die Wahl dann auch aus. In Deutschland kam es erst 2002 zum ersten Fernsehduell vor einer Bundestagswahl, im Vereinigten Königreich sogar noch später, 2010. All die Premieren und die meisten nachfolgenden Sendungen haben eines gemein: Es geht dabei kaum um Inhalte, sondern nur um Wirkung. Das ist natürlich nicht überraschend, die erste TV-Debatte des britischen Wahlkampfs 2024 aber zeigte besonders klar, wie unsinnig und überflüssig dieses Format inzwischen geworden ist. Ja: sogar gefährlich.

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