Vor knapp zwei Wochen veröffentlichte der britische Crown Prosecution Service (CPS), die oberste Strafverfolgungsbehörde des Landes, eine Mitteilung mit dem nüchternen Titel: „Mann wegen Online-Posting während öffentlicher Unruhen zu Gefängnisstrafe verurteilt“. Ein 28-Jähriger aus Leeds, mit vollem Namen genannt und unverpixeltem Foto gezeigt, sei soeben zu 20 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er habe sich schuldig bekannt, während der Unruhen im Vereinigten Königreich auf Facebook Kommentare veröffentlicht zu haben, in denen er, wie es in der Mitteilung formuliert ist, „den Angriff auf ein Flüchtlingshotel in Leeds befürwortete“. Er war der Erste, der in der seit Wochen laufenden Aufarbeitung der Unruhen verurteilt wurde, ohne selbst physisch daran teilgenommen zu haben. Aber nicht der Letzte, bei Weitem nicht.
MeinungGroßbritannienDie Justiz geht hart gegen rechte Gewalt in den sozialen Medien vor – und füllt damit eine Lücke

Kommentar von Michael Neudecker
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Nach der Messerattacke von Southport riefen Radikale auf Online-Plattformen zur Hetzjagd auf Immigranten auf. Gut, dass die Gerichte jetzt schnell und rigoros über solche Fälle urteilen.
