Die beiden Welten, in denen ein britischer Premierminister lebt, kollidieren in diesen Tagen für Keir Starmer besonders brutal. In Liverpool, beim ersten Parteitag als Regierungspartei seit 14 Jahren, drehte sich bis Mittwoch viel um die Frage, wie Starmer das sogenannte Narrativ wieder in den Griff bekommen soll: Wie er dafür sorgen kann, dass die britischen Medien sich wieder weniger mit Anzügen, Tickets und sonstigen Geschenken an ihn und seine Kollegen beschäftigen oder der Frage, wie viel seine Büroleiterin Sue Gray verdient. Direkt nach seiner Rede am Dienstag dann flog der Premierminister nach New York zur UN-Versammlung. In die andere, die echte Welt.
MeinungGroßbritannienKeir Starmer braucht jetzt eine steile Lernkurve

Kommentar von Michael Neudecker
Lesezeit: 2 Min.

Der Premier hat gute Projekte angestoßen, aber viel mehr Aufmerksamkeit bekommen seine VIP-Fußballtickets und andere vermeintliche Skandälchen. Er muss seine Geschichte endlich selbst in die Hand nehmen.
