Im September 2019 wurde die britische Monarchie auf eine gewaltige Probe gestellt. Um den härtestmöglichen EU-Austritt durchzusetzen, versuchte der damalige Premier, der Hasardeur Boris Johnson, das Parlament in Westminster für den Rest der Legislaturperiode aufzulösen – ein ungeheuerlicher und nach Ansicht juristisch bewanderter Beobachter illegaler Vorgang. Diese sogenannte prorogation bedurfte der Einwilligung des Souveräns, also der Königin. In der Regel eine Formalie. Elizabeth II., die erfahrener war als jeder andere politische Akteur der Welt, musste klar gewesen sein, dass sie hier einen autokratischen Rechtsbruch legitimieren sollte. Sie tat es dennoch.
MeinungGroßbritannienDie Familie Windsor stürzt die Krone und das Land in eine beispiellose Krise
Kommentar von Alexander Menden
Lesezeit: 3 Min.

Ein Prinz, der mit dem Sexualstraftäter Epstein dicke ist – da stellen sich einige Fragen. Etwa diese: Wofür braucht es ein Königshaus, das durch eigene Regelbrüche das System destabilisiert?

Sexualstraftäter:In den Epstein-Akten fehlen Aussagen, die Trump belasten könnten
Rechercheure vermissen in den veröffentlichten Dokumenten mehrere Interviews mit mutmaßlichen Opfern und Zeuginnen. Demokratische Abgeordnete sprechen von einer Vertuschungsaktion zum Schutz des Präsidenten.
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