Nigel Farage will britischer Premierminister werden, koste es, was es wolle. Sein Problem ist, dass er es mit ebenjener Sache nicht so genau nimmt, bei der man es genau nehmen muss. Man kann ruhig Märchen erzählen, wie Boris Johnson, der einst Gerüchte um eine Affäre mit einer Journalistin eine inverted pyramid of piffle genannt hatte, etwa „eine umgedrehte Pyramide voller Unsinn“, bevor er das Verhältnis schließlich doch eingestand. Premierminister wurde er später trotzdem. Oder man kann im Wahlkampf zynisch gegen seine eigenen Überzeugungen handeln und ein Referendum über den EU-Ausstieg ankündigen, wie David Cameron damals. Die Wahl gewann er dann auch. So etwas kann sich auch Farage erlauben: Der Mann lügt und verspricht die irrsten (und gruseligsten) Sachen.
MeinungGroßbritannienNigel Farage hat es mit seiner Gier wohl übertrieben

Kommentar von Martin Wittmann
Lesezeit: 1 Min.

Beim Parteitag von Reform UK Anfang September hatte Nigel Farage noch gut lachen. Nun droht ihm wegen Millionenspenden aus dem Ausland Ärger.
OLI SCARFF/AFPDer Rechtspopulist kam bisher mit allem davon, mit Lügen und falschen Versprechen. Aber er könnte über seinen Umgang mit Geld stolpern.
