Es ist etwas aufgebrochen im griechischen Staat, als in der Nacht zum 1. März nahe der Ortschaft Tempi zwei Züge aufeinanderprallten, in voller Fahrt. Es sind mindestens 57 Menschen gestorben, manche davon bei mehr als 1300 Grad verbrannt, sodass ihre Überreste nicht mehr zu identifizieren waren. Die Katastrophe hat nicht nur Dutzende Menschen aus ihrem jungen Leben gerissen - viele der Opfer waren Studierende auf dem Weg in ihre Hochschulstadt Thessaloniki - , sie hat auch Wunden im Verhältnis zwischen Griechenlands Bürgern und ihrem Staat wieder aufgerissen.
MeinungNach dem ZugunglückDie Wut ist zurück in Griechenland

Kommentar von Tobias Zick
Lesezeit: 2 Min.

Die Katastrophe bei Tempi treibt die Griechen wieder zum Protest auf die Straßen - gegen eine Regierung, die ihre Aufgaben nicht erledigt. Und das kurz vor den Wahlen.
