(SZ) Man muss an dieser Stelle nicht lange rumdrucksen, um loszuwerden, dass die Zeiten nicht unbedingt „mega“ sind. Und das, obwohl heutzutage eigentlich alles mega ist: die neue Serie auf Netflix genauso wie der Asti Spumante beim Feinkosthändler und Sizilien im Mai sowieso, allein wegen der Pizza mega grande. Es ist trotzdem nicht zu viel gewagt, wenn man festhält: Die Zeiten sind mega uncool. Entsprechend hart wird das Land wieder mal durchgeschüttelt von Vokabeln wie Angst und Sorge. Wenn die Leute vertraut miteinander sind, dann geben sie sogar zu, „Schiss“ zu haben. Wer internationalen Umgang pflegt, fügt dann schnell hinzu: Angst made in Germany – deutsche Angst. Ironie hilft aber nicht wirklich. Diese schwer wie Rentenpakete wiegenden Wörter nehmen einem die Lust zuzugeben, dass einem ganz und gar nicht wohl ist, beim Ausblick auf die Zukunft. Aber wie schon der Volksmund mahnt: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Sie lähmt bekanntlich.
GlosseDas Streiflicht
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Wenn die Angst wieder mal groß ist, sollte man an Christina-Maria Bammel denken. Sie weiß ihren Namen mit Zuversicht zu deuten.