Gletscher sind große Eismassen auf dem Festland. Sie bilden sich in Hochgebirgen, wenn Schnee im Winter fällt und den darauffolgenden Sommer nicht mehr abschmilzt. Die Schneelagen verdichten sich erst zu Altschnee, sogenanntem Firn, dann zu Eis. Wenn sich dieses zu einer gewissen Mächtigkeit akkumuliert hat, beginnt es, unter dem eigenen Gewicht in die Täler hinabzufließen wie eine viskose Flüssigkeit. Mehr als 200 000 Gletscher gibt es derzeit auf der Welt, rund ein Drittel davon in den Hochgebirgen Zentralasiens. Doch mit dem Klimawandel ziehen sie sich rapide zurück: In den vergangenen Jahrzehnten sind bereits viele Gletscher ganz verschwunden, allein circa tausend in der Schweiz. Wann ein Gletscher aufhört, Gletscher zu sein, ist nicht klar definiert. Es braucht einen Eiskörper mit einer gewissen Ausdehnung und Dicke, und dieser darf nicht statisch sein, muss also noch fließen. Zu erkennen ist das an den u-förmigen Deformationsmustern, da sich der Gletscher in der Mitte schneller bewegt als am Rand. Auf den Südlichen Schneeferner in den Bayerischen Alpen trifft das seit dem Jahr 2022 nicht mehr zu, womit Deutschland nur noch vier Gletscher bleiben.
Aktuelles LexikonWas ist ein Gletscher?

Um als solcher zu gelten, müssen Eismassen fließen. Doch mit dem Klimawandel werden mehr und mehr von den Eisriesen statisch oder das Eis verschwindet ganz.
