MeinungReformenDie Gewerkschaften scheinen in einer anderen Welt zu leben

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Kommentar von Claus Hulverscheidt

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Deutschlands oberste Gewerkschafterin Yasmin Fahimi: Hat sie aus ihrem überzeugenden Wiederwahlergebnis Mitte Mai womöglich den falschen Schluss gezogen?
Deutschlands oberste Gewerkschafterin Yasmin Fahimi: Hat sie aus ihrem überzeugenden Wiederwahlergebnis Mitte Mai womöglich den falschen Schluss gezogen? Fabian Sommer/dpa

Wie soll die Wirtschaftskrise bewältigt werden? Wer die Analyse der Arbeitnehmer liest, stellt erstaunt fest, dass es hausgemachte Standortprobleme offenbar gar nicht gibt.

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Die Länge eines Schriftstücks sagt noch nichts über dessen Gehalt aus. Betrachtet man jedoch die Antworten der Gewerkschaften auf jene 21 Fragen, die die Bundesregierung vor dem jüngsten Sozialpartnertreffen an die geladenen Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gesandt hatte, dann muss man konstatieren, dass die inhaltliche Substanz perfekt zur Zeilenzahl passt: Beides nämlich ist von geradezu erschreckender Dürftigkeit. Ganze vier Seiten umfasst das Schreiben, in dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitstreiter erläutern, welche Reformen sie zur Bewältigung der schwersten Wirtschaftskrise seit Kriegsende für nötig erachten. Zum Vergleich: Der entsprechende Antwortbrief der Wirtschaftsverbände ist 17 Seiten lang.

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