Als der Bundeskanzler im vergangenen Herbst relativ unvermittelt die sogenannte „Stadtbild“-Debatte vom Zaun brach und die These vertrat, dass die Töchter der Deutschen sich hierzulande nicht auf die Straße trauen könnten, schlug ihm aus zwei Gründen heftige Kritik entgegen. Erstens und vor allem, weil die Aussagen als rassistisch verstanden wurden. Zweitens aber auch, weil gerade die von Merz benannten Töchter, also Frauen, sich und ihre Situation sehr grob missverstanden sahen. Sie waren es, die zu Demonstrationen aufriefen. Die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ fasste den Frust mit einem fast schon sprichwörtlichen Zitat zusammen: „Der gefährlichste Ort für eine Frau ist immer noch ihr eigenes Zuhause.“
MeinungAngriffe gegen FrauenNirgendwo ist es so gefährlich wie daheim beim Partner

Kommentar von Katharina Riehl
Lesezeit: 2 Min.

Eine Studie von Polizei und Ministerien zeigt, wie groß bei häuslicher Gewalt das Dunkelfeld ist. Ein neues Gesetz gibt zwar einen Rechtsanspruch auf Hilfe – aber es sichert ihn nicht.

Studie zu Gewalt:Jede fünfte Frau wird vom Partner oder Ex-Partner attackiert
Körperliche Angriffe, Stalking, K.-o.-Tropfen: Zum ersten Mal seit 20 Jahren bringt eine Studie Licht ins Dunkelfeld der häuslichen Gewalt in Deutschland. Auch Männer sind überraschend häufig betroffen.
Lesen Sie mehr zum Thema