Neu ist die Idee nicht, dass Patientinnen und Patienten zunächst in die Hausarztpraxis gehen sollen und erst mit einer Überweisung von dort zum Facharzt. Schon Ulla Schmidt (SPD) als Gesundheitsministerin der Regierung Schröder machte sich für das Primärarztsystem stark, das damals noch nicht so hieß. Die Union protestierte, die freie Arztwahl werde eingeschränkt. Der Kompromiss, der bis heute gilt: Das Modell wurde eingeführt, aber nur auf freiwilliger Basis. Inzwischen sollte sich aber herumgesprochen haben, dass die freie Arztwahl wenig bringt, wenn Patienten beim Facharzt ihrer Wahl keinen Termin bekommen. Obendrein kostet es die Krankenkassen viel Geld, wenn sie Kranke, die oft kaum einschätzen können, wer sie am besten behandeln sollte, von einem Spezialisten zum nächsten irrlichtern lassen.
MeinungMedizinImmer erst zum Hausarzt. Unbedingt

Kommentar von Rainer Stadler
Lesezeit: 1 Min.

Patientinnen und Patienten sollen künftig nicht einfach auf eigene Faust zum Fachmediziner marschieren dürfen. Dadurch wird das deutsche Gesundheitswesen nicht genesen, aber effizienter werden.
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