Wenn im Vereinigten Königreich wie in diesen Tagen wieder darüber diskutiert wird, welchen Nutzen die BBC für dieses Land hat, hilft es, alte Fotos rauszusuchen. Am Weihnachtstag 1932 nahm König George V. – Urgroßvater des heutigen Monarchen Charles III. – an einem Tisch in Sandringham Platz, dem Anwesen der britischen Royals in Norfolk. Vor ihm stand ein für diesen Anlass gebautes Mikrofon, und dann verlas Geroge V. eine zweieinhalbminütige und vom Schriftsteller Rudyard Kipling verfasste Weihnachtsbotschaft. Ausgestrahlt wurde sie live über den gerade erst gegründeten „BBC Empire“-Dienst, der heute „BBC World“ heißt. Zwanzig Millionen Menschen sollen zugehört haben, die BBC berichtete danach von Zuschriften von Hörern, die bewegt berichteten, dass sie zu Hause aufgestanden seien, als sie zum ersten Mal die Stimme des Königs live an Weihnachten hörten. Der BBC World Service gilt als das, was man „soft power“ nennt, es gibt einige Erzählungen von späteren Regierungschefs in diversen Ländern, die auf diese Weise erstmals in Kontakt kamen mit dem Königreich. Gleichzeitig war die Weihnachtsansprache oft auch ein Beweis der technischen Möglichkeiten der Briten. Die Weihnachtsansprache von Queen Elizabeth II. war die erste im Fernsehen übertragene und das erste Mal, dass die Briten ihre Monarchin im TV sehen und hören konnten.
GeschichtsbildWeihnachtsansprache von König George V.

Am Weihnachtstag 1932 verlas der Urgroßvater des heutigen Monarchen Charles III. eine zweieinhalbminütige Weihnachtsbotschaft. Ausgestrahlt wurde sie über den gerade erst gegründeten „BBC Empire“-Dienst, der heute „BBC World“ heißt.
