GeschichtsbildAuf dem Teufelsrad

Fotoarchiv Otfried Schmidt/SZ Photo

Eine Attraktion zum Gucken und Begucktwerden, wo es schon immer ratsam war, Beinbekleidung zu tragen.

Von Meredith Haaf

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Ob die fünf auf der Drehscheibe sich Gedanken darüber gemacht haben, was sie anziehen, bevor sie sich den berüchtigten Zentrifugalkräften des Teufelsrads aussetzten? Schon zu diesem Zeitpunkt war es eine Institution auf dem Oktoberfest und schon damals trug man darauf am besten Hose: Kein Dirndl bleibt unten, wenn die Trägerin immer weiter an den Rand des Teufelsrads gedrückt wird. Auf die Wiesn gestellt hatte es der Schausteller Carl Gabriel im Jahr 1908. Gabriel war ein wirkmächtiger Unterhaltungsunternehmer, er betrieb Kinos in ganz Deutschland und organisierte so üble, aber populäre Veranstaltungen wie die „Riesen-Völkerschau“ auf dem Oktoberfest. Auch beim Teufelsrad geht es den meisten Besuchern ums Gucken und manchen eben auch um das, was unter Dirndln zu sehen ist bei Frauen, die sich vorher nicht viele Gedanken machen wollten. Im Zeitalter der Handykameras tauchen nun immer häufiger entsprechende, illegale Aufnahmen im Internet auf. Hätte man sich 1935 wohl nicht ausdenken können.

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