GeschichtsbildOlympia in München

Schuhplatteln für die Welt – die Eröffnungsfeier am 26. August 1972.
Schuhplatteln für die Welt – die Eröffnungsfeier am 26. August 1972. Sven Simon

Vor mehr als 50 Jahren richtete Bayerns Landeshauptstadt die Spiele aus. Es war ein Fest – bis das Attentat auf die israelische Mannschaft alle entsetzte. Nun will sich die Stadt erneut bewerben.

Von Holger Gertz

Die weite und die nahe Welt in einem Bild: München, Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1972. Auf der Anzeigetafel im Olympiastadion ein Adieu gen Mexiko-Stadt, den Gastgeber von 1968. Auf der Aschenbahn: ein bajuwarischer Gruß, Schuhplattler live und in Farbe. Die ganze Welt sah dieses Bild am Fernseher. Die ganze Welt blickte ins Herz der Bayern, wo auch Schuhplattler und Goaßlschnalzer ihren Platz haben. Die ganze Welt hörte aber auch die Musik von Kurt Edelhagen, Chor und Elektro. Der ganzen Welt fielen die Klamotten der Ordner auf, entworfen vom französischen Modedesigner André Courrèges. Die nahe und die weite Welt: in München miteinander in Berührung gebracht. Bis palästinensische Terroristen israelische Sportler ermordeten und die Traumspiele zum Albtraum machten. Im Oktober sollen Münchens Bürger darüber abstimmen, ob ihre Stadt, mehr als ein halbes Jahrhundert nach den hellen, schwarzen Tagen 1972, noch mal einen Anlauf unternimmt, Olympiagastgeber zu werden. Das Stadion in diesem Bild stünde wieder bereit. Und Schuhplattler werden sich auch auftreiben lassen.

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