GeschichtsbildKlaus Töpfers berühmter Sprung

Der Rhein, dem Klaus Töpfer hier entgegenhechtet, war in den Achtzigern nicht der sauberste Fluss.
Der Rhein, dem Klaus Töpfer hier entgegenhechtet, war in den Achtzigern nicht der sauberste Fluss. Roland Witschel/dpa

1988 schwimmt der Minister im Rhein. Und bleibt damit vielen mehr in Erinnerung als mit seiner Umweltpolitik.

Von Michael Bauchmüller

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Selten ist ein Bad in einem Fluss so in die Geschichte eingegangen wie dieses. Im September 1988 springt Klaus Töpfer, damals Bundesumweltminister, von einem Polizeiboot in den Rhein. Das war seinerzeit schon deshalb spektakulär, weil hier neben H₂O alle möglichen anderen chemischen Substanzen strömen. Die Sandoz-Katastrophe ist keine zwei Jahre her. Eine Viertelstunde krault Töpfer flussabwärts, am Ufer bei Mainz empfängt Greenpeace den CDU-Politiker mit einem Transparent: „Taten statt Baden, Herr Töpfer!“ Obwohl Töpfer sich anschließend aufs Tun verlegte, bleibt er bis heute vielen mit diesem Bad in Erinnerung. Zeitlebens versuchte er klarzustellen, dass er damit nicht die Reinheit des Rheins belegen, sondern eine Wettschuld begleichen wollte. Sein Wettgegner hatte übrigens einen Fuder Wein gesetzt, mehr als 1200 Flaschen. Töpfer, der in den Jahren danach wie kein anderer die deutsche Umweltpolitik prägte, ist vorige Woche im Alter von 85 Jahren gestorben.

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Klaus Töpfer
:Eine Instanz verstummt

Niemand hat die deutsche Umweltpolitik der vergangenen 50 Jahre so geprägt wie Klaus Töpfer – und das tat er bis ins hohe Alter hinein. Nun ist der CDU-Politiker mit 85 Jahren gestorben.

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