Geschichtsbild:Die erste Klimakonferenz

Geschichtsbild: Vor nun schon fast 28 Jahren sprach Angela Merkel, damals Bundesumweltministerin, bei der Klimakonferenz in Berlin. Damals wurden die Grundlagen des Kyoto-Protokolls verhandelt.

Vor nun schon fast 28 Jahren sprach Angela Merkel, damals Bundesumweltministerin, bei der Klimakonferenz in Berlin. Damals wurden die Grundlagen des Kyoto-Protokolls verhandelt.

(Foto: JAN BAUER/ASSOCIATED PRESS)

Von Michael Bauchmüller

Auf wie vielen Klimakonferenzen sie noch sprechen würde, konnte Angela Merkel nicht ahnen - damals, im März 1995. Im Berliner "Internationalen Congress Centrum" traten die Staaten zur allerersten Klimakonferenz der Vereinten Nationen zusammen, zur "COP1". Sie war, wenn man so sagen darf, die Mutter aller späteren Klimakonferenzen - auch der COP28, die gerade in Dubai startet. Merkel war nicht einmal ein halbes Jahr Umweltministerin, die Konferenz hatte noch ihr Vorgänger Klaus Töpfer nach Berlin bugsiert. Auch Kanzler Helmut Kohl versprach sich viel davon: Mit der COP1 sollte sich das wiedervereinigte Deutschland als verantwortungsvoller Partner präsentieren. Auf einen internen Vermerk schrieb er dick: "Keine Blamage!" Die gab es auch nicht: Unter Merkels Leitung machte die Konferenz den Weg frei für das erste globale Klimaabkommen, das zwei Jahre später in Kyoto entstand. Eines aber hat sich bis heute nicht geändert: Die Ziele sind immer zu schön, um wahr zu werden.

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