GeschichtsbildBeim Biathlon

Schwer bepackt gingen die Sportler 1924 beim Militärpatrouillenlauf in Chamonix an den Start. Die Kombination aus Ski und Schießen ist im modernen Biathlon geblieben, der Rucksack aber ist weg.
Schwer bepackt gingen die Sportler 1924 beim Militärpatrouillenlauf in Chamonix an den Start. Die Kombination aus Ski und Schießen ist im modernen Biathlon geblieben, der Rucksack aber ist weg. Le Miroir des sports, 7 février 1924, p.84/gemeinfrei/Wikimedia

Aus dem Militärpatrouillenlauf bei den ersten Olympischen Winterspielen entwickelte sich später die Sportart, deren WM gerade läuft.

Von Johanna Pfund

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Biathlon war schon vor hundert Jahren eine zähe Sache, allerdings noch lange nicht als Biathlon bekannt. Bei den ersten Olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix stand der Sport als Militärpatrouillenlauf auf der Agenda. Es ging entsprechend militärisch zu: Sechs Nationen schickten jeweils ein Viererteam auf die Loipe, die Sportler absolvierten mit Rucksäcken und Gewehren auf dem Rücken 30 Kilometer Langlauf, unterbrochen von Schießeinlagen. Auch mussten sie als gesamtes Team ankommen, was wegen des garstigen Wetters nur vieren gelang, allen voran den Schweizern. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich Biathlon als Wintersportdisziplin durch. Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1958 in Saalfelden im Salzburger Land statt; am Start des einzigen Wettkampfs waren 28 Männer. Es siegten diesmal die Schweden. Seitdem hat sich viel geändert, Weltmeisterschaften finden mit Ausnahme der olympischen Jahre jede Wintersaison statt, Ausrichter ist die Internationale Biathlon-Union, und anstelle der Schweden dominieren die Norweger, zumindest bei den Männern. Deren Aussichten auf Medaillen bei den laufenden Biathlon-Weltmeisterschaften im tschechischen Nové Město na Moravě sind ausgesprochen gut. Zum Glück dürfen seit den Achtzigerjahren Frauen mitlaufen - da bleibt den Schwedinnen oder gar den Deutschen eine Chance.

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