Tarifkonflikt:Warum wird bei der Bahn so erbittert gestreikt?

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Normalerweise trennen Verhandler zwischen sich und ihrer Rolle - er nicht: GDL-Chef Claus Weselsky, hier vor Streikenden in Berlin. (Foto: Wolfgang Kumm/picture alliance/dpa)

Schon wieder soll die Bahn fünf Tage lang streiken und es liegt nahe, den GDL-Chef Claus Weselsky zum Schuldigen zu erklären. Doch diesen Konflikt haben viele befeuert, sie sitzen in Berlin - und in Karlsruhe.

Kommentar von Detlef Esslinger

Es kommt im Leben öfters vor, dass Menschen nicht miteinander können: weniger, weil die Interessen zu gegensätzlich wären, sondern weil sie nie Vertrauen zueinander hatten und auch daran scheitern, es zu entwickeln. In solchen Fällen kann das Eingreifen eines Dritten helfen, eines Vermittlers, eines Schlichters. Im Konflikt zwischen der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gibt es einen Dritten: den Staat, in Gestalt der großen Koalition und des Bundesverfassungsgerichts. Das Problem ist, dass dieser Dritte nicht als Vermittler, sondern als Brandbeschleuniger mit von der Partie ist.

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