MeinungIran-KriegDer Verbrauch von Öl und Gas muss runter

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Kommentar von Jan Diesteldorf

Lesezeit: 3 Min.

Nicht nur im Tank ist es explosiv, auch das Maß an Verbrauch ist riskant: Eine Raffinerie in Melbourne, Australien
Nicht nur im Tank ist es explosiv, auch das Maß an Verbrauch ist riskant: Eine Raffinerie in Melbourne, Australien James Ross/AAP/dpa

Alles schön und gut, wie Regierungen weltweit versuchen, sich gegen die hohen Energiepreise zu stemmen. Aber das wird nichts nützen, solange sie dabei zusehen, wie ihre Bürger an allen lieben Gewohnheiten festhalten.

Ein Monat ist vergangen, seit die ersten Bomben auf Iran fielen. Seit einem Monat hat Iran de facto die Straße von Hormus blockiert, hat Raffinerien, Flüssiggasanlagen und Häfen in seinen Nachbarstaaten attackiert. Der Krieg am Golf hat den größten Schock in der Geschichte der globalen Energiemärkte ausgelöst, was das Angebot an Öl und Erdgas betrifft. Grob ein Fünftel der globalen Versorgung ist gestört, also teils nicht mehr verfügbar. Düngemittel, Helium, Aluminium und andere entscheidende Vorprodukte der Industrie werden knapp oder fast unbezahlbar. Mit jedem Tag, den dieser Krieg fortdauert, mit jeder Stunde, in der die Straße von Hormus geschlossen bleibt, wird die Lage dramatischer. Nach und nach frisst sich die Krise durch sämtliche Schichten der Weltwirtschaft.

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