MeinungGastronomieEin ganzes Kartell hält das System Spitzenküche mit seinen Missständen aufrecht

Kommentar von Marten Rolff

Lesezeit: 2 Min.

In seiner Küche kam es zu Übergriffen und Mobbing: Sternekoch René Redzepi im November 2020.
In seiner Küche kam es zu Übergriffen und Mobbing: Sternekoch René Redzepi im November 2020. Soeren Bidstrup/dpa

Keine Frage, Zustände wie im „Noma“ sind nicht hinnehmbar. Aber zugleich stellt sich die Frage: Welche Rolle spielen dabei die Gäste, die in immer kürzeren Abständen etwas Neues wollen?

Jetzt also auch das „Noma“. Seit 20 Jahren ist es eine Ikone der internationalen Spitzengastronomie. Fünfmal zum besten Restaurant der Welt gewählt worden. Avantgardeküche und Role Model. Alles Höchstleistungen, die zu einem guten Teil offenbar nur auf Kosten des Personals möglich waren. Wo das Team nicht funktionierte, soll es Mobbing, Bestrafungsaktionen, Drohungen und sogar körperliche Übergriffe gegeben haben. Am Donnerstag entschuldigte sich Küchenchef René Redzepi bei seinem Team, gab die Leitung des Restaurants ab und übernahm damit die Verantwortung für Vorgänge, die alles andere als in Ordnung sind. Doch deshalb jetzt wieder nur „Pfui!“ oder „Typisch!“ zu rufen, wäre mehr als wohlfeil.

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