MeinungDigitalisierungLernen von den Games

Portrait undefined Philipp Bovermann

Kommentar von Philipp Bovermann

Lesezeit: 2 Min.

Computerspielen stärke kognitive und soziale Kompetenzen, heißt es neuerdings.
Computerspielen stärke kognitive und soziale Kompetenzen, heißt es neuerdings. Sascha Schuermann/Getty Images

Früher wurde vor "Killerspielen" gewarnt, heute bejubelt man Gamer für ihre digitalen Fähigkeiten - zu Recht. Was aber noch fehlt: ein nüchterner Blick auf dieses Medium.

Games sind ein Kulturgut, das betonen Politiker und andere Entscheider seit Jahren eifrig. Auch zur Spielemesse Gamescom in Köln, die am Sonntag zu Ende ging, bekamen die Computerspieler wieder zu hören, wie wichtig und nützlich ihr Medium sei, weil es angeblich die geistige Flexibilität und den Teamgeist fördere, weil es erlaube, fremde Perspektiven einzunehmen, weil Spielen "Kultur formt", wie Vizekanzler Robert Habeck bei seiner Eröffnungsrede am Mittwochabend sagte. Da klang schon wieder das in Festtagsreden über Games zur Phrase gewordene Schiller-Zitat an, dass der Mensch "nur da ganz Mensch" sei, "wo er spielt". Die Killerspieldebatte? Ach, längst überholt!

Zur SZ-Startseite

Kulturvermarktung
:Es bleibt die Folklore

Die Gamescom ist inzwischen die wichtigste Spielemesse weltweit, echte Neuigkeiten bietet sie trotzdem kaum. Über den Bedeutungsverfall etablierter Modelle der Kulturvermarktung.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: