Die Welt war eine andere, als sich die Vertreter der führenden Industrienationen im Juni 2002 erstmals in Kananaskis trafen, diesem entlegenen Ferienort in den kanadischen Rocky Mountains. Im Nahen Osten eskalierte zwar gerade wieder die Gewalt zwischen Palästinensern und Israel, jedoch bombardierten sich Israel und Iran nicht wechselseitig. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte noch lange nicht Teile von Georgien besetzt, die Krim annektiert und die Ukraine insgesamt überfallen. Die G7 waren noch die G8, und Putin durfte mit aufs Familienbild vor der Bergkulisse. Der Reihe nach stehen da (von links) Italiens Silvio Berlusconi, Bundeskanzler Gerhard Schröder, US-Präsident George W. Bush, Frankreichs Präsident Jacques Chirac, der kanadische Premier und Gastgeber Jean Chrétien, Wladimir Putin, Tony Blair aus Großbritannien, Junichiro Koizumi für Japan, der spanische Ministerpräsident José María Aznar und EU-Kommissionspräsident Romano Prodi. Ach ja, und Großbritannien gehörte damals noch zur EU.
GeschichtsbildG8 in Kananaskis

Zehn Männer posieren beim G-8-Gipfel im Jahr 2002 im kanadischen Kananaskis (v.li.): Silvio Berlusconi, Gerhard Schröder, George W. Busch, Jacques Chirac, Jean Chrétien, Wladimir Putin, Tony Blair, Junichiro Koizumi, José María Aznar und Romano Prodi.
Yuri_Kochetkov/picture-alliance / dpaVor 23 Jahren tagten die führenden Industrienationen schon einmal gemeinsam in Kananaskis, Kanada. Damals waren sie noch die G8.
Von Johanna Pfund
