G 20:Die Standpunkte der anderen verstehen lernen

G 20: Der russische Außenminister Sergej Lawrow in Nusa Dua in Indonesien.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow in Nusa Dua in Indonesien.

(Foto: DITA ALANGKARA/AFP)

Warum es richtig war, dass die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock der Konfrontation mit ihrem russischen Konterpart Sergej Lawrow nicht aus dem Weg gegangen ist.

Kommentar von David Pfeifer

So oder so war es richtig von Annalena Baerbock, nach Bali zu reisen, zum Treffen der G-20-Außenminister. Was wäre die Alternative gewesen? Daheim zu bleiben und sich moralisch überlegen zu fühlen, während ihr russischer Konterpart Sergej Lawrow in Nusa Dua die Weltbühne einnimmt? Lawrow, der mittlerweile seit 18 Jahren im Amt ist, kennt natürlich alle Winkelzüge, die sein Metier und vor allem sein Vorgesetzter von ihm verlangen. Und er hat versucht, sie zu nutzen.

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Annalena Baerbock und ihre Kollegen aus den G-7-Staaten müssen sich auf Bali mit Lawrow in einen Raum setzen. Sie sollten nicht mit ihm dinieren, ihm nicht einmal die Hand schütteln. Aber sie sollten ihm ins Gesicht sagen, dass er ein Lügner ist.

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